Sonntag, 24. August 2008

Tag der Ruhe


Die Nacht verbrachte ich froestelnd bei unter 20° wegen ueberregelter, also voellig normaler, Busklimaanlage. Dabei muesste eigtl. mindestens eine Lungenentzuendung rausgekommen sein..
Nach der Ankunft um kurz vor Sechs konnte ich drei Spanier ueberreden, das Taxi mit mir zu teilen ("Watch your budget" fuer Fortgeschrittene :-) ), musste von deren Hotel zwar noch ein paar Blocks laufen, netterweise haben sie das Taxi aber sogar ganz bezahlt. Backpackermitleid..
Kaum im sehr schoenen Hoste Zócalo, das genau an der Plaza Central, ggü. der Kathedrale liegt, angekommen, schaute ich mir in aller Ruhe die Abschlusszeremonie aus Peking an und nahm währenddessen ein herrliches Früchte-Frühstück zu mir.
Danach ging es auf den sehr lebendigen Markt, auf dem es zwar Alles zu kaufen gibt, ich es aber bei vielen kostenlosen Eindrücken beließ.
Auch der folgende weite Weg ins etwas überteuerte Antropologische Museum lohnte sich. Mittlerweile bin ich ja selbst fast ein Maya, aber man lernt nie aus. Superinteressant!
Die Stadt heizte sich gen Mittag unglaublich auf, es waren nun 38°C, aber bevor es ein sehr leckeres, hoffentlich verträgt der Magen das, Mittag in nem kleinen Restaurant gab, bin ich noch durch einen Großteil von Mérida gelaufen. Heiß, aber sehr nett, aufgeräumt und sympathisch. Auch wenn mich noch nirgendwo auf meiner Reise so viele Leute komisch angeschaut haben, die Busfahrt scheint mich doch etwas mitgenommen zu haben.

Nach einer ausgiebigen Siesta musste ich nach einem recht weiten Gabg feststellen, dass eine vermeintlich interessante Ausstellung bedeutender Lithographien aus dem 19. Jh. nicht dort warm wo sie sein sollte. Umsonst gelaufen/geschwitzt.


Faszinierend war die Lebendigkeit der Plaza Central. Alles voller Staende und am Rande gab es eine auch und vor allem von Einheimischen vielbeachtete Tanzshow, die bereits den ganzen Tag andauerte und damit endete, dass die ganze Strasse voller tanzender Menschen war, eine sehr nette Stimmung.
Nach einigen gesehenen Kirchen in Lateinamerika (sorry Carlos, der musste sein) kommt jetzt mal wieder ein Superlativ. Nach der groessten, schoensten und was auch immer habe ich nun die aelteste Kathedrale Lateinamerikas hier in Mérida gesehen, na endlich.


Spanier-typisch (siehe Religion allgemein..) integrativ hat man die groesste oertliche Maya-Pyramide am Ort abgerissen und die Kathedrale aus ihren Steinen erbaut. Halleluja.

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