Samstag, 2. Mai 2009

Reise 3 (Ozeanien und Suedostasien) - Teil 2 (Suedostasien) - Stand 03.05.2009


TRANSLATION ON RIGHT SIDE OF THIS PAGE!!!

Zur Karte: Der einzige Punkt in anderer Farbe ist mein aktueller Ort!

Als allgemeiner Hinweis zu meiner Update-Reihenfolge: Das Erste, was ich immer mache, sobald Internet, ist, die Karte updaten, sieht man am "Status Datum" darueber. Danach kommen die Posts und bei viel Zeit nach und nach Fotos. Also auch aeltere Beitraege ruhig mal anschauen, die Bilder werden sukzessive ergaenzt.

Freitag, 1. Mai 2009

Alles hat ein Ende

Die Kurzversion der letzten 4 Tage in Bangkok:
Nach einem Tag Sightseeing hatte ich beschlossen, dass es genug in Sachen Hitze war und bewegte mich von einem Shopping Center ins nächste. Es war grandios, es war teuer, aber es hat sich gelohnt.
Hier kurz die Zusammenfassung der Reisedaten der letzten 3 Monate:

Bus: 9.800 Kilometer - 235 Stunden
Zug: 900 Kilometer - 27 Stunden
Boot: 100 Kilometer - 10 Stunden
Flugzeug: 14 Flüge, gesamt 64 Stunden.

Auf diesem Wege möchte ich für die Aufmerksamkeit danken, die mir in den mehr als drei Monaten dieser fantastischen Reise zuteil wurde und hoffe, es wird mir möglich sein, irgendwann noch einmal ein ähnliches Abenteuer zu begehen. Es war einfach der blanke Wahnsinn.

Mittwoch, 29. April 2009

Zurueck ins Leben

Am Mittag gings per Speedboat in ner knappen Stunde die 40 KM zurueck ans Festland nach Laem Ngop.
Dort per Taxi nach Trat, wo es ein Riesenstress mit den Leuten dort war, bis ich nach zwei Stunden endlich einen Bus nach Bangkok gefunden hatte. Man versucht wirklich staendig, mich zu verarschen. Harter Kontrast zur Inselwelt.. Nach 6 Stunden Busfahrt, sehr angenehm war ich auch schon zurueck in der gigantischen Metropole, wo es per Skytrain ins lub.d Hostel ging, die bewaehrte Adresse vom letzten Zwischenstopp..

Dienstag, 28. April 2009

So soll es sein

Siehe oben. Ah ja, es gibt super Shakes am Strand und das Kokosnusscurry hier ist Spitze.

Montag, 27. April 2009

Juhu







Rekordkuerze: Ein ganzer Tag am tuerkisfarbenen Wasser, blauer Himmel, leichte Brise.

Sonntag, 26. April 2009

Ko Maak




Nachdem ich 15 Stunden lang Schlaf nachgeholt hatte, ging es zum Inselalltag ueber.
Obwohl zeitweise Regen, ja die Regenzeit kommt frueh in Suedostasien dieses Jahr, war das Wasser mit 30 Grad doch sehr geniessbar. Und fuers leibliche Wohl kann hier auch immer gesorgt werden.
Wieder kurz, aber so ist das auf den Inseln nun mal..

Samstag, 25. April 2009

Eine Insel ohne Berge

Oh ja, es passiert doch noch was. Mittags gings per Speedboat auf die Nachbarinsel Ko Maak.
Amuesant, aber natuerlich ueberhaupt nicht lustig war, dass beim Aussteigen eine Deutsche samt kleinem Rucksack im seichten Wasser stolperte und.. naja, sie brauchte defintiv ein Handtuch.
Da ich nicht auf der Hauptseite der Insel bleiben wollte, obwohl auch diese schon Ruhe ausstrahlte, war es noetig, in einer Tauchbasis Jemand zu ueberreden, mich auf die andere Seite zu fahren. Dort angekommen konnte ich einen traumhaften Bungalow unter Palmen, 30m vom weissen Strand entfernt ergattern. Kostenpunkt: 8 EURO!
Urlaub Stufe 2!

Freitag, 24. April 2009

Hartes Los

Zeit fliegt. Was soll ich sagen.. Fruehstueck am Wasser, mittelgutes Wetter und in jedem Fall eine gute Zeit. Live-Musik am Abend, mittlerweile kennt man sich hier im Ort.. Gerne mehr.

Donnerstag, 23. April 2009

Mehr!!







Per Moped ueber die Insel, Strandhopping, kurvige Strassen, hervorragendes Seafood und alles ist toll. Sorry, kurz und schmerzhaft, aber toll :)

Mittwoch, 22. April 2009

Urlaub, Kinder!

Schlaf bis Mittag schwierig, da sehr warm, trotz Meeresbrise. Das Fruehstueck direkt am Meer, den Rest des Tages am Strand oder im 30 Grad warmen Wasser.
Abends dann in erweiterter Runde wieder das Uebliche.
Es gibt in Lonely Beach eine exzellente Mischung aus Bars am Wasser (mit Haengemattten, Liegeflaechen, Strandliegen etc), aber auch im Ort alles von Techno bis Live-Reggae. Ich bleibe.

Dienstag, 21. April 2009

Weitsicht

Nach zwei Stunden Schlaf ging es per Bus Richtung Thailand und danach weiter per Minibus RIchtung Suedthailand, um dann per Faehre in der Abendsonne nach Ko Chang, der groessten Insel Thailands, ueberzusetzen.
Per Taxi dann weiter um die halbe Insel nach Lonely Beach, wo nach kurzer Suche ein Bungalow am Wasser gefunden war, immerhin 15m.. Ja, es war eine anstrengende Fahrt!
Beim Essen dann eine Norwegerin und einen Australier kennengelernt, mit denen es dann die Nacht lang durch die Bars ging. Der Ort ist ueberschaubar und alles andere als mit Backpackern ueberfuellt, sehr angenehm, aber es ist trotzdem richtig gut was los.
Der Abend endete glorreich damit, dass ich, als ich um 6.30 baden ging, aus dem Wasser kam, und ein Hund neben meinem Handtuch sass und meine Brille zerkaut hatte.

Montag, 20. April 2009

Eimerweise Tempel





Nach gut zwei Stunden Schlaf (Danke an die "Angkor What?" Bar) war die Nacht beendet, da ich den Sonnenaufgang ueber Angkor Wat sehen wollte. Um 5 Uhr wurde ich also abgeholt und kam rechtzeitig, um ein faszinierendes Farbenspiel vo beeindruckender Kulisse erleben zu koennen.
Nachdem gestern die "kleine Runde" gefahren wurde, ging es heute in einem etwas weiteren Bogen durch die Gegend. Da ich sehr frueh dran war und die Kombi aus Sonnenaufgang und grosser Runde eher unueblich ist, war ich an den Anlagen teils allein, was immer ein Plus ist. Die sehrfruehmorgendliche Stimmung gibt noch etwas Extra. Nachdem ich es auch noch aufgegeben hatte, Motive zu deuten, war der Genuss komplett und nur durch die Hitze etwas eingeschraenkt.
Die RUnde war schoen, aber unerwartet schnell vorueber, sodass ich noch vor Mittag etwas Schlaf im Hotel nachholen konnte. Der Nachmittag plaetscherte gemaechlich dahin und am Abend gings natuerlich wieder in die Angkor What? Bar, wo es beim Kauf von zwei Eimern Cocktails ein Frei-T-Shirt gibt. Na das darf man sich doch nicht entgehen lassen..

Sonntag, 19. April 2009

Tempel-Fahrt








Auf nach Angkor Wat und Umgebung, der groessten Tempelanlage Suedostasiens.
Im Tuk Tuk goennte ich mir zusammen mit einer Norwegerin sogar einen Guide, um der Masse an Interpretationen in den Tempelanlagen halbwegs herr zu werden.
Start in Angkor Wat, ein (!) Tempel mit Aussenmassen 5x5 km. Mehrere Innenhoefe und Wandreliefs von ueber 100m Laenge, dazu die bekannte Silhouette der 5 Tuerme in Form von Lotusblueten.
Weiter ging es zum nicht weniger beeindruckenden Bayon. Wie schon beim ersten Tempel war auch hier ein klassischer Informationsueberschuss zu verzeichnen. Zu viele Namen, Halbgoetter, Koenige, Affen, Schlachten und das Alles quer durch Buddhismus, Hinduismus und andere Religionen und Sekten. Gegen Ende kam noch ein Tempel, der schon ziemlich verfallen war, und auf dem Baeume wurzelten, sehr cool anzusehen! Sogar Tomb Raider, der Film, wurde hier gedreht.
Die Hitze war selbst im TUk Tuk kaum auszuhalten, aber der Tag war gigantisch, und selbst die enormen Erwartungen konnten, und das trotz astronomischer Preise (u.a. 20 Dollar Eintritt pro Tag, plus Tuk Tuk, plus Guide), erfuellt werden.
AHja, und das Abendessen war kulinarisch gesehen interessant! Es gab Hund. Zum einen Curry vom Hund sowie frittierte/gebratene Knochen zum Abnagen, sehr leckeres Fleisch, kann man leider nicht anders sagen..
War gar nicht so einfach zu bekommen, nur durch Einladung eines Tuktukfahrers in ein sehr weit abgelegenes Restaurant..

Samstag, 18. April 2009

Ueberland nach SR

Mittelfrueh ging es per mittelgutem Bus von Kratie nach Suong und dann weiter nach Siem Reap. Nach insgesamt 9 Stunden war ich da, per Tuk Tuk Hotel gesucht, gefunden, gegessen und standesgemaess das Nachtleben getestet. Sehr gut!

Freitag, 17. April 2009

Flipper-Fahrt

Dank der erwaehnten Schlitze war es mir moeglich, ebenso wenig Schlaf zu bekommen, wie die Eltern eines Babys auf der anderen Flurseite. Denn es schrie ganz gewaltig.
Nach einem super Omelette und eingehender Beobachtung des fruehmorgendlichen Markttreibens ging es kurz nach Sieben per Moped nach Kampie. Statt 7 Dollar Normalpreis haute ich gewaltige 9 auf den Tisch und muss keine Sekunde auf die Abfahrt meines eigenen Bootes auf den Mekong warten. Auf den ersten BLick klingt das etwas unsinnig, aber der Grund, warum relativ viele Einheimische hierher pilgern, sind die fast ausgestorbenen Irrawaddy-Delfine, die sich hier tummeln. Ich sah tatsaechlich recht viele, aber sie springen nun mal nicht minutenlang in die Luft, weshalb Fotos hauptsaechlich im Kopf entstanden sind.
Nach einer wirklich schoenen Stunden Bootsfahrt ging es, mit Zwischenstopp und Erklimmung eines Meditationshuegels/-zentrums zurueck. Von dort muesste man einen spektakulaeren Rundblick auf die Reisfelder der Umgebung und die Mekongufer haben, aber dank Baeumen ist das doch sehr stark eingeschraenkt.
Interessant war dann nur noch das Dinner, bei dem extrem viele Kakerlaken rumliefen, erst als eine auf meinem Schoss landete, hatte ich die Schnauze dann wirklich voll..

Donnerstag, 16. April 2009

Komfort in Kambodscha

Da das Hostel waehrend des gesamten Neujahrs "Happy Hour" hatte, fiel das Aufstehen kurz vor Sechs verdammt schwer. Da ich gestern Abend beim Montieren des Moskitonetzes fertig gebracht hatte, einen FLuegel vom Deckenventilator (im Betrieb) abzubrechen, machte ich mich entsprechend zuegig vom Acker. Ansonsten kann ich das Top Banana Hostel absolut empfehlen!
Nach einem schnellen Muesli im Cafe ging es bei 30 Grad Morgenluft auf dem Moped gen Busbahnhof.
Der Bus war der Knaller. Wirklich! Grosser Sitzabstand und extrem starke Klimaanlage. Unverhofft kommt oft. SO ist es selbst hier auszuhalten.
Nach gut 8 Stunden war die wirklich angenehme Fahrt beendet und ich war in Kratie. Am Mekong gelegen verfaellt die Stadt ganz gemaechlich. Sie besteht eigentlich nur aus 10 etwa 300m langen Strassen, hat aber einen gewissen Charme.
Da am Nachmittag regelrecht die WElt unterging/zusammenbrach/ersoff, musste ich meinen Ausflug nach Kampie vertagen und auch die Weiterreise somit verschieben. Das ZImmer im Star Guesthouse war Basis. Fuer 5 Dollar darf man nicht mehr als ein Bett, Ventilator und Lueftungsschlitze in der Wand erwarten.

Mittwoch, 15. April 2009

Harter Tobak

Nach dem Wechsel in ein guenstigeres Hotel ging es in die Hitze. Pnom Penh, und das sollte im Tagesverlauf klar werden, ist die temperaturmaessig unangenehmste Stadt ueberhaupt. Die gefuehlte Temperatur ist dank Feuchtigkeit glasklar an 40 Grad C dran.
Unabhaengigkeitsdenkmal, kambodschanisch-vietnamesisches Freundschaftsdenkmal (Vietnam hat halbwegs von Pol Pot befreit!) und Nationalmuseum. Dort habe ich Martin getroffen, den ich vor 6 Wochen ganz am Anfang in Myanmar kennengelernt hatte. Berliner, ganz witzig abgedreht Endvierziger.
Museum war interessant, aber Hitze verhinderte wahres Interesse. Kupfer-Schaustuecke und Ton-Statuen.
Nach dem Mittag ging es nach Soul Slen - S.21. In dieser ehemaligen Schule wurden zwischen 1976 und 79 knapp 20.000 getoetet, groesstenteils zu Tode gefoltert. Die zu Zellen umfunktionierten Klassenzimmer waren schlichtweg erschreckend. Die Fotos von Gefangenen, Zeichnungen von Foltermethoden und andere Schaustuecke trugen zu einem wahrlich bedrueckenden Erlebnis bei.
Danach gab es im BEsichtigungsprogramm die Silberpagode, den Koenigspalast leider nicht, da geschlossen. Etwas erheiternder als der vorherige Programmpunkt.
Im Hostel wurde dann intensiv das Neujahr (13.4.-16.4.) gefeiert, also Wasser von der Dachterrasse auf Passanten und uns gegenseitig geschuettet und dazu noch Babypuder gegeben. Das mit dem Wasser ist ja klar (Dreck des alten Jahres wegspuelen), aber das mit dem Puder...

Dienstag, 14. April 2009

Eine Bootsfahrt die ist NICHT lustig




Der Morgen begann mit einem schlechten Fruehstueck im traumhaft ueber dem Wasser gebauten Stelzenrestaurant des Hotels.
Umgehend ging es zu einer Ruderboot-Tour, die nett war, der Besuch im "Minoritaeten-Dorf" war aber nicht so doll.
Im Anschluss ging es auf ein Boot, bei dem gezeigt wurde, dass Fortbewegung nicht immer Spass machen muss. 4 Stunden schipperten wir, mit Zwischenstopp an der Grenze, nach Kambodscha hinein. Holzbank, Hitze, Horror. Noch eine Stunde Busfahrt und schon waren wir in einem wirklich schoenen Hotel in Phnom Penh.
Ich brachte es dann noch fertig, mir unangenehm einen Zeh zu verletzen, gehbehindert zum Abendessen. Dort sollte es Huehnchen geben. Das ich nicht genau wusste, was ich bestellt hatte. sah ich dann. Es sah einfach sehr seltsam aus und schmecke auch naja. Mittlerweile habe ich rausgefunden, dass ich einen Teller Nieren verdrueckt hatte.

Montag, 13. April 2009

Kulinarischer Ausflug




Neben vielen anderen Booten ging es auch fuer uns am fruehen Morgen auf einen grossen schwimmenden Markt. In dem Chaos aus Booten werden vor allem Obst und Gemuese fuer den Weiterverkauf gehandelt.
Danach ging es gemaechlich durch kleine Seitenkanaele, ein Einblick ins Urspruengliche. Stopp gemacht an einer Reisfabrik, haben den Prozess vom Dreckkorn zu den verschiedenen verkaufsfertigen Sorten gezeigt bekommen.
Vormittaeglicher Snack auf einer Obstplantage, nix Neues, viel frisch Leckeres. Weiter ging die Kanal-Tour. Zum Mittag dann Frosch verspeist und dann BEsichtigung eines Marktes, inkl ebendiesen Froeschen und Schlangen.
In wenigen Stunden und einer Faehrfahrt spaeter kamen wir in Chau Doc an, wo es nix zu sehen gab, wenigstens aber Essen.

Sonntag, 12. April 2009

Delta Force


Um 8 Uhr Abfahrt in den suedlichsten Teil Vietnams: das Mekong Delta.
Nach wenigen STunden Fahrt Umstieg ins Boot und schon bald Stopp in einer Manufaktur fuer Reispapier. interessant, und ich musste einfach die darin eingewickelten Kokosnussgel-Bonbons kaufen. Obwohl nicht gerade wenige Touristen auf den Kanaelen unterwegs sind, iist es trotzdem eine idyllische Atmosphaere.
Auch eine Faehrenfahrt war dabei. Nach kurzem Warten in einer Halle, zusammen mit sicher hundert Mopeds (Stichwort: Abgase), ging es los. Auf der knapp 10 Minuten langen Strecke pendeln 15 Faehren konstant. Eine gigantische Bruecke ist aber im Bau.
Mitten im Delta liegt auch Can Tho, mit 1,5 Millionen Einwohnern fuenftgroesste Stadt des Landes, sehr quirlig.
Abends gab es, wie so liebenswert oft, herrlichen Tintenfisch.

Samstag, 11. April 2009

Tunnelkind



Die Tunnel von Cu Chi sind ein 220 km langes System von Gaengen, die in 3-10 m Tiefe ueber 20 Jahre gegraben wurden. Erst zum Kampf/Schutz gegen die Franzosen, dann gegen die Amerikaner.
Den Anfang machte ein sehr krasser Propaganda Film, danach kamen wirklich eifnallsreiche Fallen und als Highlight das Krabbeln durch einen 50 m langen Tunnel in einigen Metern Tiefe. Mit lokaltypischer Groesse sicher einfacher. Auch Luftfeuchtigkeit und Temperatur waren eher krass.
Eine schoene Erfahrung, aber ich entscheide mich langfristig doch fuer ein Leben an der Oberflaeche.
Am fruehen nachmittag zurueck in der Stadt kaufte ich noch DVDs, die die Post leider nicht verschicken wollte. Der Rucksack wird immer schwerer.

Freitag, 10. April 2009

Saigon zu Fuss



Vorab: Viele Kilometer.
Zuerst ging es, immer schon gegen 10 Uhr, bei knapp 30 angenehmen Grad zum Kriegsmuseum.
Vietnam-Krieg in Fotos und ausgestelltem Kriegsgeraet, brilliant erschreckend dargestellt. Hardcore.
Danach ins Ho Chi Minh Stadt Museum. Highlight: das Gebaeude. Recht langweilige Geschichte ueber 2 Etagen verstreut. Danach Essen am Strassenrand, auch nur moeglich, weil Sitznachbar Englisch sprach. So gab es fuer weniger als einen Euro Suppe, Eistee und Huehnergelenke mit Reis. Sehr lecker.
Danach auf eine Odyssee, um die Pagode des Jade-Kaisers zu finden. Unterbrochen von Starkregen suchte ich Schutz unter einem Vordach, wo ich unverhofft einen Stuhl aus einem Nachbarladen gebracht bekam und auf einmal ein alter Mann auftauchte, der etwas Deutsch sprach, da er in den Fuenfzigern in Paris studiert hatte und dort viele Deutsche kannte. Man trifft schon so Einiges auf Reisen..
Nachdem ich die Pagode nach zahlreichen gewoehnlich lebensbedrohlichen Strassenueberquerungen gefunden hatte, war ich froh, den WEg nicht gescheut zu haben. Chinesischen Ursprungs, sehr verraucht mystisch, dunkel, beeindruckend.
Der recht weite Weg zurueck entlang von Moped-gefluteten Strassen fuehrte auch entlang franzoesischer Boulevards, vor allem aber blankes Verkehrschaos.

Donnerstag, 9. April 2009

Vorruecken nach Suedvietnam

Als Kuenstler im Verbummeln vom Zeit ging es wieder ans Werk. So wurde bis zur Abfahrt am fruehen Nachmittag eingekauft und noch etwas die nette Atmosphaere genossen.
In Danang nach einer halben Stunde Fahrt angekommen ging es nach Verstauen des Gepaecks im Reisebuero ins Cham Museum. Einzige Sehenswuerdigkeit der Stadt, echt traurig. Nix besonderes, ausser ein paar Steinstatuen.
Habe in einem etwas DDR maessigen Restaurant gegessen, spitzenmaessiges Seafood.
Vietnam hat die Eigenart, das man im Prinzip konstant gefragt wird, ob man ein Motobike braucht, aber das einzige Mal, das dem so war, da das Essen etwas lange gedauert hatte, war keins aufzutreiben. Als ich dann nach einer halben Stunde hektischen Laufens am Reisebuero ankam, war es geschlossen. Panik.
Aber der Besitzer hatte im Cafe nebenan auf mich gewartet und fuhr mich sogar mit Moped zum Flughafen. 35 Minuten vor Abflug war ich dann am Flughafen, just in time.
Eingecheckt, am Notausgang gesessen und per Indochina Airlines nach Saigon gejettet. Nur 10 Dollar mehr als der Bus oder Zug, aber statt 20 Stunden nur eine.
Unverhofft teilte ich das Taxi mit zwei australischen Vietnamesen, da es dann Stress mit dem Fahrer gab, zahlten die sogar die gesamte Summe. Und der Mann brachte mich sogar noch bis zu meinem Hotel. Da sich die Umstaende dann in eine seltsame Richtung entwickelten, mied ich weitere Gesellschaft. Machte nur noch einen kurzen Gang durch die Umgebung. Volles Chaos, fast Bangkok, aber sympathisch.

Mittwoch, 8. April 2009

Ahoi Hoi An

Das Tolle an der Mischung aus Reiswein und Bier ist, das es scheinbar keine Kopfschmerzen gibt.
Nachdem ich mich die letzten Tage unzufriedenen mit dem Preis fuer das Weiterreise-Ticket gezeigt hatte, bekam ich es kurz vor Abfahrt doch noch zu MEINEM Preis.
Um 8 Uhr ging es also per Bus ins 4 Stunden entfernte Hoi An.
Obwohl der Tag schon fortgeschritten war, habe ich in Hoi An noch das Pflichtprogramm geschafft. Bestehend aus Kaufmannshaeusern, chinesischen Versammlungshallen und Schreinen ehrwuerdiger Familien, sowie die etwas ueberschaetzte Japanische Bruecke, Wahrzeichen der Stadt.
Die STadt ist ausserordentlich touristisch aufgezogen, aber ok-angenehm. Jeder laesst sich hier Kleider, Anzuege etc schneidern, keine Lust drauf. Lediglich den Seidenkrawatten konnte ich nicht wiederstehen.
Da Vollmond war, war sehr viel los in der Stadt und es war eine wirklich nette Stimmung einzufangen.

Dienstag, 7. April 2009

Big in Japan

Um mal mehr Touren-Touri zu sein, ging es auf eine 7 Dollar Tagestour per Schiff und Bus. Am Vormittag flussaufwaerts, Stopp an kaum erwaehnenswertem Tempel und dann mittelmaessiges Essen. Nur ein sehr alter Tempel, der Hon Chen, konnte mit Schlichtheit ueberzeugen, romantisch am Huegel gelegen, eine Erinnerung mehr.
Am Nachmittag jedoch bekam ich die Belohnung fuers Ausharren: die Kaisergraeber. Kai Dinh, ein dunkler Palast am Hang, innen barock pompoes, imposant im Auftreten.
Tu Duc, ein 12 Hektar grosser Park im japanischen Stil, erbaut von mehr als 3000 Arbeitern in 7 Jahren.
Und das Highlight aus meiner Sicht: Ming Mang. Tolle Pavillons und eine Parkanlage, bei der insbesondere der typische, halbmondfoermige See tiefes Einatmen fast obligat machte. Japan ist definitv ein Wunschziel.
Auf der Tour hatte ich zwei Franzosen kennengelernt, mit denen ich noch viel Freude am Reiswein hatte..

Montag, 6. April 2009

Kaiserliches



Nach gut 12 Stunden und 700 km und etwas Schlaf wurden wir in Hue aus dem Bus entlassen. Das fuenfte angesteuerte Hotel war Preis-Leistungsmaessig akzeptabel, sogar TV und AC.
Obwohl total verregnet, begab ich mich beschirmt zur Kaiserstadt, innerhalb der Zitadelle. Hier war bis deutlich ins 20. Jahrhundert die Residenz der Kaiser und eine Zeit lang war es sogar Hauptstadt. Der Aufbau der Kaiserstadt orientiert sich direkt an ihrem chinesischen Vorbild. Grosse Saele, weite Gaerten, ausufernde Pavillons.
Danach habe ich Rolf (Myanmar, ewig her) auf ein Bier getroffen, der hat direkt mal seine Weiterreise verschoben und so wurde es ein sehr langer Abend, bei dem ich Erstkontakt mit dem aus Kanistern abgefuellten Reiswein (40 Umdrehungen) hatte. Sehr lecker.

Sonntag, 5. April 2009

Leinen los

Zumindest ohne Kopfschmerzen mussten wir schon um 7 Uhr aus der Kajuete, um wieder loszuschippern.
So ging es gemuetlich die Umgebung auf dem Oberdeck geniessend zurueck Richtung Hafen.
Fazit ist, dass es sicher ein Highlight war, an die Fjorde in Neuseeland aber bei weitem nicht herankommt.
Nach der Wiederankunft in Hanoi beschloss ich recht spontan, doch direkt weiterzureisen und per Nachtbus nach Sueden, nach Hue zu fahren.
Der mit Doppelstockbetten ausgestattete Bus war ok, die Fahrt recht rasant, zumindest als wir ueberhaupt mal fuhren. Denn ein Deutscher hatte sich direkt nach Abfahrt mal uebergeben und ist kollabiert. Bis der mit Kraeuteroel versorgt und schlafend war, verging ne gute Stunde.
Fuer mich bot das zumindest Zeit, um Wege zu finden, meine Beine im und um das Bett herum unterzubringen.

Samstag, 4. April 2009

Rock the bay

Um zu einem als Achtes Weltwunder bezeichnetem Ort zu gelangen, musste ich unangenehm frueh raus (s. gestern!).
Abfahrt RIchtung Halong Bucht um 8 Uhr. Nach 3 Stunden schlaefriger Fahrt sind wir aufs Boot gestiegen und in die Inselwelt gestartet, Name der Tour: Rock harder. Rock longer.
In der Halong Bucht gibt es knapp 2000 Inseln, man kann also nur einen kleinen Ausschnitt sehen.
Mit der knapp 30 Personen starken Gruppe ging es dann erst mal 3 Stunden im 2er Kanu umher, wobei ich, trotz mittelmaessigem Wetter ein paar sehr schoene Eindruecke mitnehmen konnte. Nach dem Besuch einer Tropfsteinhoehle ging es bald zurueck aufs Boot, den Sonnenuntergang zu geniessen.
Kurz darauf wurde auch schon zu Abendessen und Happy Hour geladen (toedlich: 2 Kaufen, der dritte umsonst) und es ging in eine lange Nacht ueber. Faszinierend war vor allem die Vielfalt der Saufspiele (sorry, aber das Wort Trinkspiele wuerde falsche Tatsachen vorgaukeln..).

Freitag, 3. April 2009

Onkel Ho

Am Morgen ging es leider etwas zu spaet zum Ho Chi Minh Mausoleum, schon um 11.30 geschlossen.
Der Aufmarschplatz davor war zwar trotzdem imposant gross, Onkel Ho's Reste haette ich aber gerne gesehen.
Also ging es zum Literaturtempel, aus konfuzianischer Sicht hoechstbedeutend. Fuenf ineinander liegende Innenhoefe umfasst die wunderschoene Anlage.
Danach ein Schaelchen Pho (Nudelsuppe, oft mit Sojasprossen und Fleisch) in einem Strassenrestaurant und damit war das Sightseeing wegen Oeffnungszeit-Problemen auch schon vorbei.
Abends gab es Burger auf dem Hostel Dach und einen lustigen Pub-Abend mit Kanadiern.

Donnerstag, 2. April 2009

Vietnamesische Wahrheit


Nach einem spaeten Start und dem einfachen, aber kostenlosen Fruehstueck ging es auf eine Runde durch Hanoi.
Erst das Historische Museum, ganz ok, dann ein fleischhaltiges Mittag (endlich mal wieder) und dann noch ein Besuch im Hoa Lo Gefaengnis, auch bekannt als Hanoi Hilton.
Sehr interessant, es wurde schon von den Franzosen errichtet und genutzt, bevor es waehrend des Vietnam Krieges dazu diente, amerikanische Piloten gefangen zu halten.
Leider war die Propaganda Maschine dort etwas hart und die Berichterstattung absolut unreflektiert. Trotzdem ein lohnender Besuch.

Mittwoch, 1. April 2009

Good Morning Vietnam

Nachdem ich schon um halb sechs nuicht mehr schlafen konnte, hatte ich genut Zeit, um die gut 2 KM zur Hauptstrasse zu laufen, um dort einen gegen 7 Uhr vorbeifahrenden Transporter aufzuhalten.
Halb neun sprang ich auf und los ging die Fahrt nach Na Meo an der Grenze zu Vietnam.
Nach 2 Stunden war die voellig unbesuchte, ruhige Grenze erreicht und, nachdem meine Schlaefentemperatur auf 34 Grad attestiert und ich als SARS-frei bescheinigt wurde, ueberquert.
Zusammen mit Laurie, Amerikanerin im gleichen Grenztransport, traf mich ein Riesenglueck. Statt auf den Bus zu warten, sprach uns ein im SUV vorbeifahrender Inder an, ob er uns mitnehmen kann. Klar!
Die 5 Stunden Fahrt nach Tan Hua waren sicher das komfortabelste Stueck Reise soweit. Und aus reiner Herzlichkeit luden uns die Inder, die fuer eine Bergbaufirma arbeiten, auch noch ein, ihr MIttag mit uns zu teilen. In Tan Hoa nahmen wir dann noch einen Bus, der, ganz seltsam, mit Doppelstockbetten ausgestattet war fuer die 3 Stunden nach Norden, nach hanoi.
Nachdem wir vom Taxifahrer gescheit abgezockt wurden, checkten wir in ein recht populaeres Hostel ein, nur moeglich durch kleine Verarschung meinerseits..
Obwohl Hauptstadt, ist es schwer, nach 20 Uhr noch was zu essen zu bekommen. Umso froher war ich um den Reis und Tofu, dass ich bei einer Buspause vertilgt hatte.

Dienstag, 31. März 2009

Bombenflucht


Nach 15 Stunden Schlaf war das Fieber mysterioeserweise verschwunden. Unsicher was los war, bin ich mal noch bisserl liegen geblieben.
Am spaeten Vormittag habe ich mit Hand, Fuss und Woerterbuch Abschnitt dann Mittag bestellen koennen: Klebreis mit Spiegelei. Lecker!
Mutig ging es mit Ulli, einem Deutschen, der auf dem Fahrrad unterwegs ist, auf eine gefuehrte Tour durch 3 der 480 Hoehlen in Viang Xai.
Vor und waehrend der amerikanischen Bombardements wurden natuerliche Hoehlen per TNT vergroessert und fur jeden wichtigen Mann im Land ein eigener Bunker eingerichtet. Fuer die Bevoelkerung gab es natuerlich auch Unterschluepfe.
Sieben Jahre lang wurde das Land von hier aus gefuehrt. Laut Infotafeln gingen ueber der Gegend mehr Bomben nieder als ueber ganz Europa im Zweiten Weltkrieg.
Abends gab es dann, kurz bevor das ganze DOrf gegen 19 Uhr Schlafen ging, noch ein nettes Abendessen mit Ulli. Reis mit Schwein und Alles ward gut.

Montag, 30. März 2009

Abgeschiedenheit


Am spaeten Vormittag kam ich halbtot, nach 16 Stunden und ueber 500 km Fahrt, vor allem ueber Schotterpisten durch die Berge, in Xam Neua im Westen von Laos an. Wenigstens war die Fahrt billig: 12 Euro.
Im Taxi (s.o.) die Busstation gewechselt und ein Songtheo (Art "Taxi:) nach Viang Xai organisiert, fuer 80 cent 1 Stunde Fahrt :)
Nach dem Marsch durch den ganzen Ort (entlang einer vorbildlichen Ausschilderung zum Touristenbuero) fand ich denn auch einen schoenen Bambus-BUngalow. Die Professionalitaet ueberraschte, da der Ort wirklich klein ist und kaum mehr als 2000 Touristen im Jahr kommen duerften. Aber er ist eben bedeutend in der Geschichte, da die Karstberge gespickt sind mit Hoehlen, in denen sich die Regierung jahrelang vor amerikanischen Bomben versteckte.
Nicht so schoen war, dass mein Koerper auf Fieber und leichten Schuettelfrost schaltete. Also frueh ins Bett, die kuehle Bergluft ermoeglichte seligen Schlaf.

Sonntag, 29. März 2009

Raus aus der Tourizone

Beim mittelmaessigen Fruehstueck wurde mir klar, dass ich weiter moechte.
Urspruenglich hatte ich Sachen im Nordosten des Landes im Auge, da diese jedoch schwer erreichbar und der Erlebnisfaktor ungewiss ist, verschiebe ich Trekking etc.
Bevor ich Luang Prabang verliess, schaute ich mir erst noch das groesste Kloster an, mit wunderschoenen Schreinen, sowie den herrlichen Koenigspalast, der bis in die 70er noch genutzt wurde.
Nach dem Lunch am Mekong ging es dann im hart verhandelten Taxi (uebrigens ist mit Taxi NIE ein Auto gemeint, sondern immer ein Moped o.ae. mit Passagierkabinchen) zur Busstation. Gegen 16.30 sollte der aus Vientiane kommende Bus etwa da sein. Eine Reservierung war nicht moeglich, nur Hoffen, dass noch Platz sein wuerde.
Um 18.30 war er dann da und ich konnte sogar noch einen Gangplatz ergattern.
Fuer 3 Stunden konnte ich meine Beine traumhaft ausstrecken. Dann wurde der komplette Gang bis auf Kopfhoehe gefuellt mit Kisten und Saecken. Unglaublich und wirklich fern jeder Vorstellung.
Dann wurde gegen Mitternacht die Musik so laut gestellt, dass Schlafen fast ausgeschlossen war und das schmerzhafte Sitzen in Folter ueberging.












Samstag, 28. März 2009

Luang Prabang






Zeit, weiter zu ziehen.
Mit dem Mini Bus ging es die knapp 300 km nach Norden RIchtung Luang Prabang.
Durch spektakulaere Ladschaft, hart gezeichnet von brachialer Brandrodung, ging es mit halsbrecherischer (Best Case) Geschwindigkeit voran, sodass wir bereits gegen 15 Uhr ankamen. Ueberlebt, juhu!
In der entspannt gruenen Stadt war schnell eine schoene Bleibe gefunden und das Fuehlen des Teakholz-Bodens liess die 8 Euro pro Nacht vergessen.
Nach einem kleinen meyerschen Marsch ging es auf den Stadtberg (Phu Se) zum Sonnenuntergang. Reisst keine Baeume aus, aber es war ein schoener Ausblick. Und den Aufstieg zum Mandalay Hill noch im Hinterkopf waren die 300 Stufen wirklich nix.
Am Abend ging es dann noch auf den Markt einen grossen Teller Vegetarisches vertilgen, bevor ich noch einige Stunden mit einem in Thailand lebenden schweizer Ex-Banker ueber Gott, die Welt und Geld diskutierte.