Sonntag, 11. November 2012

Taj Mahal: Wow!


Die 14 Stunden Zug-Fahrt nach Agra waren sehr angenehm, wenn auch warm. Ich hatte das oberste von drei Betten bekommen und konnte mich ausstrecken – eine tolle Überraschung und acht Stunden Schlaf. Auch die Rucksäcke, die über Nacht mit Schlössern angekettet gewesen waren, waren am Morgen noch vollständig vorhanden, also alles im Lot.

Nach kurzer Duschpause im vergleichsweise vornehmen Hotel Pushka Villa ging es zur Besichtigungs-Tour. Start beim Agra Fort, eine riesige Festung, die in fast 100 Jahren Bauzeit fertiggestellt wurde, und Spezialitäten für die Verteidigung wie einen Krokodilgraben sowie einen Graben für bengalische Tiger hatte. Das Fort in all seine Größe und mit den vielen enthaltenen Gebäuden ist aktuell schon etwas besonderes, die ursprüngliche Schönheit, als alles geschmückt war mit Teppichen, Gold und Edelsteinen, ist jedoch nur zu erahnen. Springbrunnen, ein riesiger Kunst-Teich für das Angeln sowie ein Blick auf das Taj Mahal sind einige der Zutaten.
Vorbildlich für die heutige Zeit sollte auch die Offenheit im Umgang mit anderen Religionen sein. Während der Mogulzeit kam der Religionspolitik eine große Bedeutung zu, und Islam, Hinduismus, Christentum etc. durften und mussten friedlich miteinander existieren.

Auf architektonischer Ebene findet man ebenfalls verschiedenste Einflüsse, jedoch mit sehr vielen Elementen aus dem Islam. Als Vorgeschmack besichtigten wir das Mini Taj Mahal mit seinen kleinen Neben-Moscheen, eine wahre Oase der Ruhe im hektischen Treiben Agras.





Wer denkt, das Taj Mahal kann nicht so speziell sein und man hat es sowieso schon tausend Mal auf Fotos gesehen und deshalb ist es nichts Besonderes, der irrt. Der Besuch des Taj Mahals ist erschlagend. Es ist groß, es ist schön, es ist einfach einzigartig und zurecht täglich von zehntausenden Menschen besucht. Den Sonnenuntergang auf dem warmen Marmor direkt neben dem für die verstorbene Frau erbauten Tempel zu verleben ist einfach einzigartig schön.



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